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Pflege

Hundepflege im Winter: Pfoten, Fell und Haut gut geschützt

Hundepflege im Winter: Pfoten vor Streusalz schützen, Schneeklumpen vermeiden, Erfrierungen erkennen, Fell richtig pflegen. Tipps vom Hundesalon in Berlin.

Hundepfoten im frischen Schnee in einem winterlichen Park · KI-generiert
Pfoten im Winter schützen (KI-generiertes Symbolbild)
Kurz gesagt

Im Winter braucht dein Hund vor allem Schutz für die Pfoten: Spüle Streusalz nach jedem Spaziergang mit lauwarmem Wasser ab und trockne die Zehenzwischenräume gut. Kurz geschnittenes Haar zwischen den Ballen verhindert schmerzhafte Schneeklumpen. Hunde mit Unterwolle solltest du im Winter nicht kurz scheren lassen, weil die Unterwolle sie wärmt. Zittern, Winseln, blasse oder harte Hautstellen sind Warnzeichen für Unterkühlung und Erfrierungen.

Nach dem Spaziergang
Pfoten lauwarm abspülen und zwischen den Zehen trocknen
Schneeklumpen
Haare zwischen den Ballen bündig kürzen, Pfoten schneiden ab 18 €
Fell im Winter
Unterwolle nicht kurz scheren, Pfoten, Bauch und Intimbereich kürzen
Baden
nur bei Bedarf, danach vollständig trocken föhnen
Warnzeichen Kälte
Zittern, Winseln, Schwäche, blasse oder harte Haut

Bei der Hundepflege im Winter stehen die Pfoten an erster Stelle. Spüle Streusalz und Split nach jedem Spaziergang mit lauwarmem Wasser ab und trockne die Zehenzwischenräume gründlich. Kurz geschnittene Haare zwischen den Ballen verhindern, dass sich schmerzhafte Schneeklumpen bilden. Hunde mit Unterwolle behalten im Winter ihre Felllänge, weil die Unterwolle sie wärmt. Bade deinen Hund nur bei Bedarf und lass ihn nie mit nassem Fell in die Kälte. Bei uns im GroomRoom in Berlin Charlottenburg bereiten wir Pfoten und Fell gezielt auf die kalte Jahreszeit vor.

Streusalz und Split: So schützt du die Pfoten

Streusalz trocknet die Ballen aus und brennt in kleinen Rissen. Split, also scharfkantiger Rollsplitt, kann sich zwischen die Zehen setzen und winzige Schnitte verursachen. Leckt dein Hund das Salz danach von den Pfoten, reizt es zusätzlich seinen Magen. Deshalb lohnt sich eine kurze Pflege vor und nach jedem Spaziergang.

Vor dem Spaziergang cremst du die Ballen dünn mit einem Pfotenbalsam ein. Der Balsam bildet einen leichten Film, an dem Salz und Schnee schlechter haften. Unterwegs meidest du stark gestreute Gehwege und läufst lieber auf unbehandelten Flächen im Park. Zu Hause spülst du die Pfoten mit lauwarmem Wasser ab und trocknest jeden Zehenzwischenraum mit einem Handtuch. Kontrolliere dabei die Ballen auf Risse, Rötungen und kleine Steinchen.

Hundeschuhe schützen sehr empfindliche Pfoten zuverlässig vor Salz und Eis. Gewöhne deinen Hund aber vorher zu Hause in kleinen Schritten daran. Die meisten Hunde laufen in den ersten Minuten mit Schuhen sehr ungewohnt.

Schneeklumpen zwischen den Ballen vermeiden

Lange Haare zwischen den Ballen sammeln im Schnee kleine Eisklumpen. Diese Klumpen wachsen bei jedem Schritt, drücken die Zehen auseinander und schmerzen beim Laufen. Viele Hunde bleiben dann stehen, heben eine Pfote an oder beißen an den Klumpen herum. Besonders betroffen sind Pudel, Doodles, Spitze und alle Rassen mit langem Fell an den Beinen.

Die wirksamste Hilfe ist eine freigeschnittene Pfote. Wir kürzen die Haare zwischen den Ballen bündig und schneiden die Pfote rund, ohne die Haut zu verletzen. Auch das Fell am Bauch und an den Innenseiten der Beine kürzen wir im Winter gern etwas, weil sich dort ebenfalls Schnee festsetzt. Pfoten schneiden kostet bei uns ab 18 €, alle Angebote findest du bei den Einzelleistungen. Sitzen unterwegs Klumpen fest, taust du sie zu Hause mit lauwarmem Wasser auf und ziehst nicht daran.

Erfrierungen und Unterkühlung: Diese Warnzeichen musst du kennen

Erfrierungen entstehen, wenn der Körper das Blut aus Ohren, Pfoten und Rute zurückzieht, um die Körpermitte warm zu halten. In den kalten Stellen können sich dann Eiskristalle bilden, die das Gewebe schädigen. Erfrierungen fallen oft nicht sofort auf. Achte auf folgende Zeichen:

  • Die Haut an Ohren, Pfoten oder Rute wirkt blass oder grau.
  • Die betroffene Stelle fühlt sich hart und kalt an.
  • Beim Erwärmen reagiert dein Hund mit deutlichen Schmerzen.
  • Stark erfrorene Haut färbt sich nach einigen Tagen dunkel und schuppt ab.

Unterkühlung betrifft den ganzen Körper und tritt auf, wenn ein Hund zu lange in der Kälte bleibt oder nass wird. In leichten Fällen zittert er, und Ohren und Pfoten fühlen sich kalt an. Schreitet die Unterkühlung fort, wirkt der Hund matt, schwach und teilnahmslos. Später werden die Muskeln steif, Herzschlag und Atmung verlangsamen sich, und er reagiert kaum noch.

Wichtig

Schwere Unterkühlung ist lebensbedrohlich. Bring deinen Hund sofort ins Warme, wickle ihn in Decken und fahr zum Tierarzt. Reibe erfrorene Stellen nicht und wärme sie nur langsam mit lauwarmem Wasser.

Ist deinem Hund kalt?

Eine gute Faustregel lautet: Ist es dir ohne Jacke zu kalt, friert wahrscheinlich auch dein Hund. Beobachte ihn draußen genau, denn Hunde zeigen Kälte meist über ihr Verhalten. Winselt er, zittert er, zieht er die Rute ein oder hört er auf zu spielen, gehört er ins Warme. Manche Hunde laufen dann auch plötzlich zielstrebig Richtung Haustür.

Kurzhaarige Hunde ohne Unterwolle, sehr kleine Hunde, Welpen, alte und kranke Hunde frieren am schnellsten. Für sie ist ein gut sitzender Mantel sinnvoll, der vom Hals bis zum Rutenansatz reicht und den Bauch bedeckt. Ein Mantel schützt aber weder Ohren noch Pfoten. Plane im Winter deshalb lieber mehrere kürzere Runden als einen langen Spaziergang.

Wie lang sollte das Fell im Winter sein?

Hunde mit Unterwolle solltest du im Winter nicht kurz scheren lassen. Die Unterwolle ist die dichte, weiche Haarschicht unter dem Deckhaar und hält warme Luft am Körper. Das gilt für Pomeranian, Spitz, Husky, Golden Retriever und viele Mischlinge. Bürste ihr Fell regelmäßig, damit die Unterwolle locker bleibt und isolieren kann.

Bei Rassen mit wachsendem Fell wie Pudel, Doodle, Bichon und Malteser darf das Fell im Winter etwas länger bleiben. Längeres Fell verfilzt aber schneller, besonders unter Mantel und Geschirr und nach nassen Spaziergängen. Ein guter Kompromiss ist ein etwas längerer Schnitt am Körper mit kurz gehaltenen Pfoten, Bauch und Intimbereich. Wie du Knoten in dieser Zeit vermeidest, liest du im Artikel Verfilzung vorbeugen.

Baden, Trocknen und Hautpflege in der kalten Jahreszeit

Im Winter badest du deinen Hund nur, wenn er wirklich schmutzig ist oder riecht. Häufiges Baden entfettet die Haut, die durch Heizungsluft ohnehin trocken wird. Für Salz und Matsch an Beinen und Bauch reicht meist lauwarmes Wasser ohne Shampoo. Ist ein Bad nötig, bürstest du vorher gründlich und nimmst ein mildes, pH-neutrales Shampoo.

Nach dem Bad muss das Fell vollständig trocken sein, bis auf die Haut. Feuchte Unterwolle kühlt deinen Hund draußen schnell aus und verfilzt beim Trocknen. Föhne deshalb mit mittlerer Temperatur und bürste dabei mit. Bei uns im Salon baden wir mit pH-neutralen Naturprodukten von LT und Ecopets und föhnen jeden Hund komplett trocken.

Trockene Haut durch Heizungsluft

Trockene Heizungsluft entzieht der Haut deines Hundes Feuchtigkeit. Du erkennst das an Schuppen im Fell, stumpfem Haar und häufigem Kratzen. Regelmäßiges Bürsten verteilt den natürlichen Hautfettfilm im Fell und regt die Durchblutung an. Stell den Schlafplatz deines Hundes nicht direkt neben die Heizung.

Rissige Ballen pflegst du abends mit etwas Pfotenbalsam. Kratzt sich dein Hund stark oder zeigen sich gerötete, nässende Stellen, lässt du die Haut beim Tierarzt ansehen. Futterzusätze für Haut und Fell besprichst du ebenfalls vorher mit deinem Tierarzt.

15 Wege, deinen Hund im Winter zu schützen

Diese Liste fasst die wichtigsten Punkte für die kalte Jahreszeit zusammen.

  1. Beobachte bei jedem Spaziergang, ob dein Hund zittert, winselt oder umkehren möchte.
  2. Geh bei großer Kälte lieber mehrmals kurz nach draußen und nutze die wärmeren Stunden um die Mittagszeit.
  3. Zieh kurzhaarigen, kleinen oder alten Hunden einen Mantel an, der auch den Bauch bedeckt.
  4. Creme die Ballen vor dem Spaziergang mit Pfotenbalsam ein.
  5. Spüle die Pfoten nach dem Spaziergang lauwarm ab und trockne die Zehenzwischenräume.
  6. Lass die Haare zwischen den Ballen kurz schneiden, damit sich keine Schneeklumpen bilden.
  7. Trockne nasses Fell nach Regen oder Schnee sofort gründlich ab.
  8. Bade nur bei Bedarf und föhne das Fell danach vollständig trocken.
  9. Bürste regelmäßig, damit die Unterwolle locker bleibt und keine Knoten unter Mantel und Geschirr entstehen.
  10. Leg den Schlafplatz auf eine warme Decke oder ein erhöhtes Bett, fern von Zugluft und kalten Fliesen.
  11. Sichere Heizlüfter und Kamine, damit sich dein Hund nicht verbrennt.
  12. Stell Frostschutzmittel sicher weg, denn es schmeckt süß und ist für Hunde hochgiftig.
  13. Lass deinen Hund keinen Schnee fressen, weil er davon eine Magenschleimhautentzündung bekommen kann.
  14. Halte deinen Hund an zugefrorenen Seen und Kanälen an der Leine, denn das Eis kann brechen.
  15. Mach deinen Hund in der Dunkelheit mit einem Leuchthalsband oder reflektierendem Geschirr gut sichtbar.

Achte außerdem auf das Futter: Viele Hunde bewegen sich im Winter weniger und brauchen dann weniger Energie. Wirf zum Spielen lieber einen Ball, weil Stöcke splittern und im Maul verletzen können.

Winterpflege auf einen Blick

ProblemWas hilftWie oft
Streusalz an den PfotenPfoten nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abspülen und abtrocknennach jedem Gang
Rissige BallenPfotenbalsam dünn einmassierenein bis zwei Mal pro Tag
Eisklumpen zwischen den ZehenHaar zwischen den Ballen kürzen lassen, ab 18 €alle vier bis sechs Wochen
Trockene Haut durch HeizungsluftSeltener baden, mildes Shampoo, gründlich trocknennach Bedarf
Nasses Fell nach SchneeMit Handtuch und lauwarmem Föhn ganz trocknennach jedem nassen Gang

Winterpflege im GroomRoom Berlin

Vor dem ersten Schnee lohnt sich ein Termin für Pfoten, Krallen und Fell. Das Kombi-Paket 4 in 1 mit Krallen, Pfoten, Augen und Intimbereich kostet bei uns ab 45 €. Für Hunde ohne Schnitt passt die Kleine Pflege ab 59 € mit Waschen, Trocknen, Kämmen und Pfotenpflege. Die Komplettpflege mit rassegerechtem Schnitt beginnt bei 79 €. Alle Startpreise findest du auf unserer Seite mit den Preisen, und den passenden Rhythmus erklären wir im Artikel Wie oft zum Hundefriseur.

Wir sind Dienstag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr in der Giesebrechtstraße 2 für dich da, nahe dem U-Bahnhof Adenauerplatz. Wenn du unsicher bist, wie kurz das Fell deines Hundes im Winter sein darf, beraten wir dich kostenlos im Salon. Deinen Termin reservierst du rund um die Uhr: Termin online buchen.

Häufige Fragen

Wie schütze ich die Pfoten meines Hundes vor Streusalz?

Creme die Ballen vor dem Spaziergang mit einem Pfotenbalsam ein und meide stark gestreute Wege, wo es geht. Spüle die Pfoten nach jedem Spaziergang mit lauwarmem Wasser ab und trockne die Zehenzwischenräume gründlich. Bei sehr empfindlichen Pfoten helfen Hundeschuhe, an die du deinen Hund vorher langsam gewöhnst.

Sollte ich das Fell meines Hundes im Winter kurz schneiden?

Hunde mit Unterwolle wie Spitz, Pomeranian oder Golden Retriever solltest du im Winter nicht kurz scheren lassen, denn die Unterwolle hält sie warm. Sinnvoll ist es dagegen, Pfoten, Bauch und Intimbereich zu kürzen, weil sich dort Schnee und Streusalz sammeln. Bei Pudeln und Doodles darf das Fell etwas länger bleiben, wenn du es regelmäßig bürstest.

Wie oft sollte ich meinen Hund im Winter baden?

Bade deinen Hund im Winter nur, wenn es wirklich nötig ist, weil Heizungsluft Haut und Fell ohnehin austrocknet. Nimm dann ein mildes, pH-neutrales Shampoo und bürste vorher gründlich. Föhne das Fell danach vollständig trocken, bevor dein Hund wieder nach draußen geht.

Woran erkenne ich Erfrierungen beim Hund?

Erfrierungen zeigen sich an Ohren, Pfoten und Rute oft erst mit Verzögerung. Die Haut wirkt blass oder grau, fühlt sich hart und kalt an und schmerzt beim Erwärmen. Wärme die Stellen langsam und ohne Reiben und bring deinen Hund zum Tierarzt.

Ab welcher Temperatur braucht ein Hund einen Mantel?

Eine feste Grenze gibt es nicht, weil Fell, Größe, Alter und Gesundheit eine große Rolle spielen. Kurzhaarige Hunde ohne Unterwolle, sehr kleine, alte und kranke Hunde frieren deutlich schneller. Zittert dein Hund oder will er umkehren, ist ein Mantel vom Hals bis zum Rutenansatz sinnvoll.

Was kostet die Pfotenpflege im Winter im GroomRoom Berlin?

Pfoten schneiden kostet bei uns ab 18 € und Krallen kürzen ab 15 €. Das Kombi-Paket 4 in 1 mit Krallen, Pfoten, Augen und Intimbereich beginnt bei 45 €. Den Endpreis nennen wir dir vor dem Termin verbindlich.

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Glückliche Hunde frisiert, seit 2022 in Charlottenburg.

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